FileMaker 12 mit iFile künftig in OS X Mountain Lion enthalten

FileMaker 12 mit iFile angeblich in OS X Mountain Lion enthaltenWie am heutigen 1. April aus einer unbestätigten Quelle aus Cupertino verlautet, wird FileMaker 12 künftig in einer abgespeckten Version im neuen OS X 10.8 Mountain Lion enthalten sein. Das „iFile“ genannte Programm soll sich in die iApps iPhoto, iMovie und iDVD einreihen und jedem Benutzer die Möglichkeit bieten, FileMaker-Datenbanken zu erstellen. Die mit iFile erstellten Datenbanken sind sogar netzwerkfähig, lassen sich jedoch nur mit Geräten öffnen, auf denen die gleiche Apple ID des iFile-Hosts eingerichtet wurde. Mit iFile soll es außerdem möglich sein, iFile-Datenbanken innerhalb von iCloud zu speichern und über Apples iCloud zu nutzen. iFile ist jedoch im Gegensatz zu FileMaker Pro im Funktionsumfang eingeschränkt und enthält folgende Limitierungen:

  • iFile unterstützt kein relationales Datenbankmodell, nur eine Tabelle pro Datei möglich.
  • In iFile lassen sich nur maximal 50 Dateien gleichzeitig öffnen und bearbeiten.
  • iFile unterstützt keine Script-Parameter und Variablen.
  • In iFile kann nur ein Fenster gleichzeitig geöffnet sein. Dies gilt auch für Dialoge.
  • iFile unterstützt keine FileMaker-Plugins.
  • iFile-Datenbanken lassen sich im Netzwerk nur mit identischer Apple ID öffnen.
  • In iFile lassen sich keine Dateien aus FileMaker Pro öffnen

iFile Programm-IconDie gute Nachricht: Das Dateiformat von iFile ist kompatibel zu FileMaker 6! Es enthält sogar eine Funktion, um FileMaker-Dateien mit dem .fp7-Format in das zu iFile kompatible .fp5-Format zu konvertieren. Datentabellen werden bei diesem Vorgang in jeweils einzelne Dateien umgewandelt. Dabei erstellt iFile eine Konvertierungs-Logdatei, die alle Informationen enthält, welche in iFile nicht unterstützten Funktionen bei der Konvertierung ignoriert wurden, damit der Entwickler diese bequem nach der Konvertierung mit den Mitteln von iFile implementieren kann. Das neue iFile eignet sich damit auch hervorragend dafür, Lösungen, die auf neueren FileMaker-Versionen mit dem .fp7-Format entwickelt wurden, in das .fp5-Format zu konvertieren. iFile speichert Dateien zwar im neuen .ifi-Format, nach Umbenennen von .fp5-Dateien lassen sich diese jedoch problemlos auch in iFile öffnen.

Mit iFile soll es also künftig für jeden Mac-Benutzer möglich werden, FileMaker-Datenbanken zu entwickeln. Leider ist das neue Programm iFile zwar mit einigen Beschränkungen versehen worden, die mit iFile erstellten Datenbanken sollen sich jedoch auch problemlos mit FileMaker 12 öffnen lassen. Hierbei sollen sie genauso behandelt werden wie Dateien, die mit FileMaker 6 erstellt wurden. Nach der Konvertierung in das FileMaker-12-Format könnten sie dann bequem mit den neuen Funktionen und Möglichkeiten von FileMaker 12 erweitert werden. Wie verlautet, soll iFile nicht direkt zum Start von OS X Mountain Lion im iLife-Paket enthalten sein, sondern voraussichtlich am 1. April 2013 mit OS X 10.8.3 eingeführt werden.

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Über den Autor

Markus Schall
Entwicklung von FileMaker-Datenbanken seit 1994, Modifikation und Erweiterung von FileMaker-Lösungen, Konvertierung von FileMaker-Datenbanken von .fm, .fp3, .fp5 (FileMaker 2-6) oder .fp7 (FileMaker 7-11) zu .fmp12 (FileMaker 12-16), Schnittstellen zu Drittsystemen wie Onlineshops, CMS oder andere Datenbanken. Entwicklung individueller FileMaker-Datenbanksysteme auf Basis des gFM-Business-Frameworks mit persönlicher Beratung aus Oldenburg. Betreiber des Online-Fachportals goFileMaker.de, Entwickler des CRM- und Warenwirtschaftssystems gFM-Business. Mitglied in der FileMaker Business Alliance, FileMaker Developers Subscription und FMM Experte. Gewinner eines FMM Award 2011, vergeben durch das FileMaker Magazin.

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