Was ist FileMaker?

FileMaker 16Bei FileMaker handelt es sich um ein sogenanntes „Rapid Engineering“ Datenbank-Management-System. Hinter diesem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein relationales Datenbanksystem, mit dem sich in vergleichsweise kurzer Zeit individuelle Business-Datenbanken realisieren lassen, auf die mit Computern unter Mac OS X und Windows sowie mit dem Apple iPad, iPhone und iPod touch und seit FileMaker 13 auch mit einem HTML5-fähigen Internet-Browser zugegriffen werden können. FileMaker stammt noch aus der Computer-Urzeit – erste Versionen wurden bereits 1982/1983 von der Firma Nutshell für MS-DOS entwickelt. Heute stellt FileMaker einige unterschiedliche Software-Versionen zur Verfügung, mit denen sich verschiedenste Datenbank-Lösungen beliebig skalierbar realisieren lassen.

Schnittstellen für flexible Anwendungsmöglichkeiten.

FileMaker verfügt über alle Schnittstellen, die in der Praxis erforderlich werden können. Im einfachsten Fall kann FileMaker Daten aus Excel-Tabellen und Arbeitsmappen, Tabulator- oder kommagetrennten Textdateien, Serienbriefdateien sowie DBASE-Dateien oder Daten aus FileMaker Bento importieren. Darüber hinaus unterstützt FileMaker den Import von XML-Dateien mit beliebigen Stylesheets und Daten aus beliebigen ODBC-Datenquellen per SQL-Statement. Letztere können sogar direkt als Tabellen in FileMaker-Datenbanken verwendet werden.

Unter Einsatz von FileMaker Server können FileMaker-Datenbanken für theoretisch beliebig viele Benutzer an beliebig vielen Standorten im Netzwerk freigegeben werden. Dabei können die Daten nicht nur für FileMaker-Clients, sondern auch für direktes Web-Publishing (Zugriff über den Internet-Browser) und für den Zugriff über PHP (z.B. durch Websites oder Onlineshops) freigegeben werden.

FileMaker auf Windows, Mac OS X und iOS

Die FileMaker-16-Plattform enthält JSON- und cURL-Funktionen, um FileMaker-Datenbanken an beliebige andere Systeme mit RESTful-API anzubinden. Dabei kann problemlos auf Daten aus Drittsystemen lesend und schreibend zugegriffen werden, und auch die FileMaker-Datenbank selbst kann mit einer RESTful-API ausgestattet werden. Diese Schnittstelle hat sich bei vielen Onlineshops und anderen Web-basierten Systemen als Standard etabliert.

DTP-ähnliche Funktionen für die Layouterstellung.

Für die Erstellung von Bildschirm- und Drucklayouts (Reports) bietet FileMaker einen leistungsfähigen Layoutmodus, der vielfältige Funktionen bietet. Wie in einem DTP-Programm können alle Objekte auf der Seite Pixel- bzw. millimetergenau platziert werden. Neben Feldobjekten unterstützt FileMaker beliebige grafische Objekte, Textobjekte, Datenportale sowie Web-Viewer, in denen beliebige Inhalte aus dem World Wide Web angezeigt werden können.

Mit dem Inspektor-Fenster, das im Layoutmodus zur Verfügung steht, können zahlreiche Einstellungen für jedes Objekt vorgenommen werden, die als Design-Stil gespeichert und später in anderen Layouts wieder aufgerufen werden können. Die Layoutfunktionen von FileMaker lassen sich durchaus als sehr mächtig bezeichnen und gehen teilweise weit über Funktionen anderer Programme wie z.B. Microsoft Excel oder auch Microsoft Access hinaus.

Layoutmodus in FileMaker

FileMaker für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Ähnlich wie Microsoft Excel oder vergleichbare Anwendungen stellt FileMaker im Unternehmen ein äußerst flexibles Datenbankwerkzeug dar. Mit seiner Schnittstellenvielfalt ist FileMaker optimal geeignet, um Daten aus beliebigen Quellen auf schnelle und einfache Weise zu sichten und zu bearbeiten. Mit seinen umfangreichen Layoutfunktionen lassen sich Daten sehr einfach in beliebigen Formen darstellen. Dabei unterstützt FileMaker Bildschirmlayouts genauso wie Druck-Reports und Diagramme zur grafischen Darstellung von Zahlenmaterial.

Alle Produkte der FileMaker-16-Plattform

Den Einstieg in die FileMaker-Welt stellt die Software FileMaker Pro dar, die für Mac OS X und Windows zur Verfügung steht. Mit FileMaker Pro lassen sich FileMaker-Datenbanken ausführen und neue Datenbanken erstellen. Wer tiefer in die Datenbankentwicklung mit FileMaker einsteigen will, findet mit FileMaker Pro Advanced die richtige Software, die über erweiterte Funktionen für Entwickler wie z.B. Eigene Funktionen oder einen Script-Debugger verfügt. Mit FileMaker Advanced ist es außerdem möglich, Runtime-Anwendungen für Mac OS X und Windows zu erstellen, die ohne den Einsatz von FileMaker Pro lauffähig, jedoch nicht netzwerkfähig sind.

FileMaker für große Unternehmen und Web-Anwendungen.

Mit FileMaker Server ist es möglich, FileMaker-Datenbanken für bis zu mehrere hundert Benutzer im Netzwerk, Intra- oder Internet freizugeben. Dabei können Benutzer mit Windows, Mac OS X, einem mobilen iOS-Gerät oder mit dem Internetbrowser auf die Datenbanken zugreifen. FileMaker Server unterstützt außerdem die Freigabe der Datenbanken per XML, für PHP-basierte Anwendungen und per ODBC/JDBC. Für den Zugriff auf FileMaker Server mit FileMaker Go für das iPad, iPhone und den iPod touch sind entsprechende Zugriffslizenzen erforderlich, FileMaker Pro für Windows oder Mac OS X können ohne zusätzliche Lizenzen auf freigegebene Datenbanken eines FileMaker Servers zugreifen.

Individuelle Business-Datenbanken schnell realisiert.

Mit der FileMaker-Plattform lassen sich in kürzester Zeit individuelle Business-Datenbanken realisieren, die auf die speziellen Anforderungen des entsprechenden Unternehmens zugeschnitten sind. Im Vergleich zu anderen Produkten wie beispielsweise SAP oder Navision gestaltet sich der Realisierungszeitraum deutlich kürzer, womit die Entwicklungskosten ebenfalls in einem kleinen Rahmen ausfallen.

gFM-Business Professional Unternehmenssoftware

Unser CRM- und Warenwirtschaftssystem gFM-Business basiert auf der FileMaker-Plattform und läßt sich in den Individual-Versionen individuell vom Kunden an spezielle Anforderungen anpassen. Die Software ist lauffähig unter Mac OS X, Windows und auf dem Apple iPad. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot.

FileMaker Cloud seit März 2017 in Europa verfügbar

Seit dem 8. März 2017 ist die FileMaker Cloud auch in Europa verfügbar. Mit der FileMaker Cloud können FileMaker-Datenbanken für den standortunabhängigen Zugriff über das Internet freigegeben werden. Die FileMaker Cloud basiert auf Amazon Web Services und stellt damit hochperformante Server zur Verfügung. Durch eine eigene Benutzeroberfläche mit Admin-Konsole sind die Optionen der FileMaker Cloud einfach bedienbar. FileMaker stellt die FileMaker Cloud zum Startzeitpunkt mit folgendem 32-Sekunden-Video vor:

Roadmap für künftige Versionen der FileMaker-Plattform

FileMaker 16 RoadmapAm 30. November 2016 hat Rick Kalman, Director of Product Management & Design bei FileMaker Inc., erstmals in einem öffentlichen Webinar eine Roadmap für die künftigen FileMaker-Versionen vorgestellt. In dem einstündigen Webinar erläuterte er eine Reihe an neuen Funktionen für die Programmierung von Datenbanken und Schnittstellen zu anderen Datenbanksystemen. So wird FileMaker in künftigen Versionen über eine RESTful-API, JSON-Parsing, cURL-Funktionen und über viele weitere Funktionen verfügen, um Datenbanken optimal in das heutige Web-Umfeld zu integrieren. Für Entwickler von FileMaker-Plugins soll mit FileMaker 16 ein Develoment-Kit zur Verfügung stehen, mit dem Plugins noch besser in FileMaker-Lösungen integriert werden können. Unter Windows wird die Benutzeroberfläche erneuert, so sich künftig Einfenster-Lösungen auch unter Windows realisieren lassen. Eine Übersicht aller im Rahmen des Roadmap-Webinars vorgestellten Funktionen finden Sie in unserem Fachbeitrag:

FileMaker Roadmap für künftige Versionen

FileMaker-16-Plattform am 9. Mai 2017 veröffentlicht

FileMaker 16Am 9. Mai 2017 hat FileMaker die FileMaker-16-Plattform für macOS, Windows und iOS veröffentlicht. Die neue Version ist vor allem für Windows-Anwender interessant, da die Benutzeroberfläche von FileMaker unter Windows neu entwickelt wurde und ab sofort als Ein-Fenster-System dargestellt wird. Mit der neuen Benutzeroberfläche läßt sich nun auch unter Windows sehr gut mit zwei Bildschirmen arbeiten.

Die FileMaker-16-Plattform bietet viele weitere neue Funktionen und unterstützt native cURL- und JSON-Funktionen für den Datenaustausch mit entfernten Systemen. Alle neuen Funktionen von FileMaker 16

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Welche Datengrenzen hat FileMaker? Pro Datenbankdatei kann FileMaker in maximal einer Million Tabellen bis zu 8 TB Daten speichern.
  • Ist für die Freigabe im Netzwerk immer FileMaker Server erforderlich? Mit FileMaker Pro lassen sich Datenbanken für bis zu vier weitere Benutzer im Netzwerk freigeben. Sollen mehr als fünf Benutzer im Netzwerk mit einer FileMaker-Datenbank arbeiten, ist der Einsatz von FileMaker Server erforderlich.
  • Wo erhalte ich FileMaker Go für iOS? FileMaker Go kann für das iPhone, iPad und den iPod touch kostenlos im iTunes App Store heruntergeladen werden.
  • Kann ich FileMaker erst kostenlos testen? Auf der Website von FileMaker kann eine kostenlose Demoversion von FileMaker für Mac OS X und Windows heruntergeladen werden, die für einen Testzeitraum ohne Einschränkungen lauffähig ist.
  • Benötige ich zusätzliche Lizenzen für den Zugriff mit FileMaker Go? FileMaker Server unterstützt in der Standardversion den Zugriff beliebig vieler FileMaker-Pro-Clients für Mac OS X oder Windows sowie den Zugriff eines FileMaker-Go-Clients für iOS. Sollen weitere iOS-Geräte auf FileMaker Server zugreifen, sind entsprechende Zugriffslizenzen erforderlich.
  • Wie lassen sich FileMaker-Datenbanken unter iOS nutzen? Sie können entweder mit FileMaker Go auf eine im Netzwerk freigegebene Datenbank zugreifen oder Ihre Datenbank(en) via iTunes direkt auf Ihr iOS-Gerät kopieren.
  • Können FileMaker-Datenbanken auch über das Internet genutzt werden? Selbstverständlich ist es möglich, FileMaker-Datenbanken auch mit einem Webserver im Internet freizugeben, so daß von jedem Standort der Welt aus auf die Datenbanken zugegriffen werden kann. Für diesen Zweck gibt es entsprechende Hosting-Dienstleister, die sich auf die Freigabe von FileMaker-Datenbanken im Internet spezialisiert haben. Bei Nutzung von gFM-Business kann optional die gFM-Business Cloud hinzugebucht werden.
  • Wieviele Benutzer unterstützt FileMaker Server 15? Mit FileMaker Server 15 lassen sich Datenbanken theoretisch für unbegrenzt viele Benutzer im Netzwerk freigeben. Nach Angaben von FileMaker wurde die Kapazität eines installierten FileMaker Server erfolgreich getestet mit bis zu 250 angemeldeten Benutzern für FileMaker Pro, bis zu 200 Benutzer für Custom Web Publishing, 50 Benutzer für FileMaker Go und 50 Benutzer für ODBC/JDBC.
  • Welche Systemanforderungen hat FileMaker 15? FileMaker 15 benötigt einen PC mit Windows 7 oder neuer oder einen Apple Macintosh mit Mac OS X 10.10 „Yosemite“ oder höher, mindestens 4 GB Arbeitsspeicher und mindestens 200 MB Festplattenkapazität. FileMaker unterstützt Citrix XenApp 6.5, Windows Server 2012 Terminal Services sowie Windows 2008 R2 Terminal Services. Als Netzwerkprotokoll verwendet FileMaker TCP/IP.
  • Wieviele Benutzer unterstützt FileMaker Server 16? FileMaker 16 unterstützt beliebig viele Datenbankverbindungen mit FileMaker Pro/Go sowie bis zu 500 gleichzeitige Verbindungen für FileMaker WebDirect.
  • Welche Systemanforderungen hat FileMaker 16? FileMaker 16 benötigt einen PC mit Windows 7 oder neuer oder einen Apple Macintosh mit Mac OS X 10.11 „El Capitan“ oder höher, mindestens 4 GB Arbeitsspeicher und mindestens 400 MB Festplattenkapazität. FileMaker unterstützt Citrix XenApp, Windows 2008 R2 oder höher. Als Netzwerkprotokoll verwendet FileMaker TCP/IP.

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