Netzwerk

Das Netzwerk aus physikalischer Sicht

Unter einem Netzwerk versteht man im IT-Bereich den Zusammenschluß mehrerer Computer, um mit mehreren Personen gemeinsam auf Daten im Netzwerk zuzugreifen. Die Verbindung der einzelnen Komponenten erfolgt entweder physisch per Kabel (z.B. CAT-6 Ethernet) oder drahtlos per Wi-Fi, in seltenen Fällen auch via Bluetooth. Befindet sich das Gerät außerhalb des physikalischen Netzwerks, kann in manchen Fällen auch per Mobilfunknetz (3G UMTS, LTE) auf das Netzwerk zugegriffen werden.

Verbindungsmethode entscheidet über Geschwindigkeit

Welche Verbindungsmethode eingesetzt wird entscheidet darüber, mit welcher Geschwindigkeit auf das Netzwerk zugegriffen werden kann.

Kabelgebundenes Netzwerk

Die derzeit schnellste und stabilste Verbindungsmethode stellt die Ethernet Kabelverbindung dar, die heutzutage im Regelfall mit einer Geschwindigkeit von 1.000 MBit/s. erfolgt. Apple Macintosh Computer verfügen seit 2005 über eine integrierte Ethernet-Schnittstelle mit 1.000 MBit/s. Um die Geschwindigkeit im gesamten Netzwerk zu gewährleisten, müssen andere Netzwerkkomponenten wie Router oder Switche ebenfalls eine Geschwindigkeit von 1 GBit/s. unterstützen. Manche Geräte wie z.B. Drucker oder Faxgeräte unterstützen von Haus aus nur geringere Geschwindigkeiten, können aufgrund vorhandener Kompatibilität i. d. R. trotzdem problemlos im Netzwerk verwendet werden. Aufgrund unterschiedlicher Standards kann es unter Umständen mit älteren 1-GBit/s.-fähigen Geräten passieren, daß Router, Switche und Computer nicht kompatibel zueinander sind. Aus diesem Grund sollte jede neue Konfiguration sorgfältig getestet werden.

Drahtlose Netzwerke holen auf

In der heutigen Zeit können auch WLAN-Netzwerke sehr hohe Geschwindigkeiten aufweisen und zumindest auf dem Papier sogar eine höhere Bandbreite bieten als kabelgebundene Netzwerke mit 1 GBit/s. In der Praxis liegt die zur Verfügung stehende Bandbreite bei drahtlosen Netzwerken jedoch meist deutlich unter dem angegebenen maximalen Wert, weil drahtlose Netzwerke vielen Störfaktoren ausgesetzt sind. Dies gilt im übrigen ebenfalls für PowerLAN-Netzwerke, die per Adapter das Stromnetz für die Datenübertragung nutzen. Dennoch können heutige drahtlose Netzwerke heutzutage in der Praxis durchaus einige hundert MBit/s. Bandbreite zur Verfügung stellen, so daß die Geschwindigkeit für die meisten Anwendungsgebiete vollkommen ausreicht.

Mobilfunknetze teilweise sehr langsam

Anders sieht es bei drahtlosen Mobilfunknetzen aus. Aufgrund der teilweise geringen Abdeckung mit modernen Übertragungsmethoden kann die Bandbreite in Mobilfunknetzen sehr niedrig ausfallen. Außerdem sind Mobilfunknetze sehr störungsanfällig und funktionieren beispielsweise in Kellerräumen nur bedingt oder gar nicht.

FileMaker im Netzwerk einsetzen

FileMaker-Datenbanken können mit FileMaker Pro (Advanced) und FileMaker Server im lokalen Netzwerk, Intranet oder Internet freigegeben werden.

Netzwerkfreigabe mit FileMaker Pro

Eine Datenbank, die mit FileMaker Pro erstellt wurde, kann mit dieser Software für vier weitere, also insgesamt für fünf gleichzeitige Zugriffe im Netzwerk bereitgestellt werden. Dabei muß jeder Client über eine lizensierte Kopie von FileMaker verfügen. Zugriffe über FileMaker Go für iOS ist ebenfalls möglich.

FileMaker Server für den professionellen Einsatz

Bei mehr als fünf Benutzern im Netzwerk und ggf. auch bereits darunter wird ein FileMaker Server für den gleichzeitigen Zugriff benötigt, der für Mac OS X oder Windows erhältlich ist. Neben der besseren Performance bietet ein FileMaker Server viele weitere interessante Funktionen an wie zeitgesteuerte Scriptausführung, SSL-Verschlüsselung oder zeitgesteuerte Backups während der Laufzeit. Mehr Informationen zu FileMaker.

Netzwerksharing in FileMaker Pro einschalten

Um die Freigabe von Datenbanken in FileMaker Pro einzuschalten, wählen Sie den Menübefehl [Ablage > Sharing > Mit FileMaker-Clients gemeinsam nutzen], woraufhin folgender Dialog erscheint:

FileMaker-Datenbanken im Netzwerk freigeben

Falls mehrere Datenbanken geöffnet sind, können Sie unter [Aktuell geöffnete Dateien] die Datei auswählen, für die Ihre Änderung gelten soll. Im Feld [Netzwerk-Sharing] kann die Freigabe der Datenbank aktiviert oder deaktiviert werden. Geben Sie im Bereich [Netzwerkzugriff auf die Datei] an, wer auf die Datenbank zugreifen darf. Wenn Sie die Option [Nicht in der Startzentrale anzeigen] aktivieren, werden die Datenbanken später bei der Auswahl des Hosts nicht angezeigt.

Zugriff auf lokale FileMaker-Freigabe vom Internet aus

Um mit FileMaker oder FileMaker Go auf eine lokale Freigabe von FileMaker Pro oder Server zugreifen zu können, muß der für FileMaker-Datenbanken spezifische Port 5003 in Ihrem Router freigegeben werden. Es empfiehlt sich außerdem die Nutzung einer statischen IP oder Internetadresse da sich IP-Adressen aus Sicht des Internet häufig ändern. Wie Sie Ihre Datenbanken mit Hilfe einer Fritz!Box von außen erreichen können, erfahren Sie in diesem Fachartikel:

FileMaker Hosting selbst gemacht mit Fritz!Box und Co.

gFM-Business im Netzwerk einsetzen

Für die Unternehmenssoftware gFM-Business gilt für den Einsatz im Netzwerk in Bezug auf FileMaker das Gleiche wie für FileMaker beschrieben, da gFM-Business auf der FileMaker-Plattform basiert.

Für den Einsatz im Netzwerk sind alle Lizenzen ab gFM-Business Professional geeignet:

Einsatzszenarien für gFM-Business

Einsatzszenarien von gFM-BusinessDas CRM- und Warenwirtschaftssystem gFM-Business basiert auf dem Datenbank-Management-System FileMaker 13, das für Windows, Mac OS X sowie mit FileMaker Go für das Apple iPad verfügbar ist. In den meisten Fällen soll die Datenbank für mehrere Benutzer im Netzwerk freigegeben werden. Aufgrund unterschiedlicher lokaler Anforderungen kann die Freigabe der Datenbanken im Netzwerk auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen.

In diesem Dokument stellen wir zwei mögliche Szenarien vor, wie die gFM-Business Warenwirtschaft in Unternehmen mit mehreren Benutzern im Netzwerk oder von außen über das Internet eingesetzt werden kann:

Datenbank-Freigabe im lokalen Netzwerk. Dieses Szenario beschreibt die Freigabe der Datenbanken im lokalen Netzwerk mit FileMaker Pro oder FileMaker Server und Zugriff von außen via VPN-Tunnel.

Datenbank-Freigabe im Internet. Dieses Szenario beschreibt die Freigabe der Datenbanken im Internet mittels Webserver und FileMaker Server 13 oder gFM-Business Cloud.

Einsatzszenarien für gFM-Business (PDF, DIN A4, 1 Seite, 1,1 MB)

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Über den Autor

Markus Schall
Entwicklung von FileMaker-Datenbanken seit 1994, Modifikation und Erweiterung von FileMaker-Lösungen, Konvertierung von FileMaker-Datenbanken von .fm, .fp3, .fp5 (FileMaker 2-6) oder .fp7 (FileMaker 7-11) zu .fmp12 (FileMaker 12-16), Schnittstellen zu Drittsystemen wie Onlineshops, CMS oder andere Datenbanken. Entwicklung individueller FileMaker-Datenbanksysteme auf Basis des gFM-Business-Frameworks mit persönlicher Beratung aus Oldenburg. Betreiber des Online-Fachportals goFileMaker.de, Entwickler des CRM- und Warenwirtschaftssystems gFM-Business. Mitglied in der FileMaker Business Alliance, FileMaker Developers Subscription und FMM Experte. Gewinner eines FMM Award 2011, vergeben durch das FileMaker Magazin.